Going to see the elephants

Sri Lanka Part One

21. December 2013

Ungefähr 3 Monate ist es jetzt her, dass ich aus Sri Lanka zurück nach Singapore kam, aber irgendwie bin ich ja auch am 15. September nach Sri Lanka gekommen. Wie sich das zugetragen hat und welche spannenden Unternehmungen wir von unserem ersten Hotel im Westen der Insel in der Nähe von Negombo gemacht haben, werde ich jetzt versuchen näher zu erläutern.
Gleich zu Beginn meiner Reise wurde ich etwas enttäuscht, denn mein Flieger hatte (etwas) Verspätung.

Auf dem Flug

Nach gut 4 Stunden Flug mit SriLankian wurde ich am Flughafen von Colombo schon von Daniel und Maria begrüßt. Auf dem Flug hatte ich einen Mittelplatz zwischen einem Sri-lankischen Opa und seiner vermeintlichen Tochter erwischt. Keine gute Idee. Ich hatte direkt beim Einsteigen versucht angeboten meinen Platz aufzugeben, damit die Beiden nebeneinander sitzen können. Das wurde natürlich abgelehnt. Der Flug an sich verging eigentlich ohne Probleme, außer beim Essen dort führte die Sitzsituation und die vermeintliche Unerfahrenheit des Opis zu einigen hoppla -Effekten. Es gab eine Art Chicken-Curry mit Reis und den üblichen Zugaben wie Salat und eine Nachspeise. Der Opa neben mir, ich schätze ihn mal auf Mitte 60, hat wie es sich für ihn gehört direkt angefangen mit den Händen sein Curry zu verzehren. An sich kein Problem, aber natürlich war es nicht so einfach, wenn nicht sogar unmöglich, seine Hände danach zu säubern. Seine (vermeintliche) Tochter hat ihn dann aber schnell darauf hingewiesen, dass er doch bitte sein (Metall-)Besteck benutzen möge und ihm auch ihr bestelltes Wasser und einige Servietten zum Säubern gegeben. Bis auf die langen Haare, die mir kurz vor der Landung aufgefallen waren, welche aus seinen Ohren wuchsen ist auf dem Flug nichts besonderes passiert.

Gleich nach der Landung

Wie sich das für einen richtigen Touristen im 21. Jahrhundert gehört, hatte Daniel schon mal die örtliche mobile Internetanbindung begutachtet und so konnte ich mir direkt für umgerechnet ca. 10€ mehrere Gigabyte Daten auf meinem Telefon buchen. Die Netzabdeckung war zwar nicht überall immer 100% gegeben, aber vollkommen ausreichend um mit der restlichen Welt in Verbindung zu bleiben.
Vor dem Reiseantritt hatten wir uns schon schlau gemacht, was eine Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel kosten würde und uns dazu entschieden am Flughafen einfach ein Taxi, was dort meist einem Mini-Bus entspricht, zu nehmen. Nach einigen Diskussion zwischen unserem Fahrer und seinen Kollegen welchen Preis er uns jetzt extra berechnen solle, nachdem wir schon beim Taxistand bezahlt hatten ging es dann endlich Richtung Hotel los. Die Fahrt dauerte gut 20 Minuten und vermittelte uns erste Eindrücke über die Infrastruktur und den allgemeinen Straßenverkehr in Sri Lanka. Hupe ist dort sehr sehr wichtig und auch notwendig.

Hier wird auf Tiere Rücksicht genommen — by Daniel Lüddecke

Das Hotel Ranweli

Am Hotel angekommen ging es mit einem Floß über den kleinen Fluss/See und dort wurden wir dann schon von einem Kofferträger empfangen, welcher unser Gepäck entgegen nahm. So konnten wir ohne Gepäck und ganz Entspannt an die Rezeption schreiten.

Nach dem Einchecken und einer Dusche, die für Maria und Daniel sehr notwendig war, da sie ja doch schon gut 24 h unterwegs waren, habe wir uns den Hotelkomplex etwas angeschaut und sind dann zum Abendessen gegangen. In unserem Hotel, Ranweli Holiday Village, gab es abends immer Buffet mit verschiedenen warmen und kalten Gerichten. Bei dieser Gelegenheit ist es mir zum ersten Mal aufgefallen, dass sehr viele Deutsche (bzw. deutsch sprechende) Besucher dieses Hotel bewohnen. Man wird am Buffet von anderen Gästen direkt auf Deutsch angesprochen. Manchmal kam ich mir vor, als wäre ich auf Mallorca oder auf Rügen und nicht 8000 km entfernt im Indischen Ozean. Die Sportschau im Livestream auf dem Fernseher in der Lobby und die obligatorischen Reiseveranstalterhinweise, mit den Zeiten des für jede Pauschalreise essentiellen Willkommenscocktails, des örtlichen Reiseleiters haben mir dann klar gemacht, dass dieses Holiday Village vollkommen in deutscher Hand ist.

Auswertung am Abend

Zum Waisenhaus

Am nächsten Morgen hatten wir uns aus gemacht, die vorher recherchierten Punkte abzuarbeiten. Dabei ging es zuerst zum Elefantenwaisenhaus nach Pinnawalla. Auf der gut 2.5 ständigen Fahrt mit dem von “Anthony” organisierten Fahrer und Guide namens Joseph, konnten wir noch mehr Eindrücke Über das Verkehrssystem auf Sri Lanka lernen.
Hier die Grundregeln:

  • Kühe und sonstiges Tier hat Vorfahrt, IMMER
  • beim Überholen vorher hupen, IMMER
  • vor einem Fussgängerübergang nicht hupen und nicht überholen und WENN die Polizei in der Nähe ist etwas abbremsen.
  • Das wars!
    Beim Waisenhaus angekommen durften wir uns etwas auf dem großen Freigehege umschauen und die Elefanten aus allen Winkeln fotografieren. Es waren auch immer Aufpasser in der Nähe, falls ein Elefant meinte die für ihn eindeutig zu erkennende Steinabtrennung übertreten zu wollen.

    Ich hatte den Eindruck, dass die Elefanten dort schon rech frei herumlaufen können und machen können was sie wollen. Wenn sie aber den ganzen Tag im Schatten, weit weg von den Touristen, stehen und dann ist es evtl. auch nicht mehr so spannend. Also, werden sie immer mit Futter in Form von leckeren Ästen und Zweigen mit allerlei Blättern an die Steinabgrenzung mit den Touristen gelockt.

    Zwei Mal am Tag werden alle Elefanten durch die Stadt/Dorf zum nahegelegenden Fuss getrieben und dürfen dort baden gehen. Dabei können sie sich wiederum sehr frei bewegen nur die Aufpasser sind noch immer da, sonst würden einige bestimmt versuchen abzuhauen. (Ein Video mit ausschnitten vom Waisenhaus und am Fluss folgt)

    Elefantendusche — by Daniel Lüddecke

    Aus dem Weg durch den Ort vom Waisenhausareal zum Fluss befinden sich einige Geschäfte mit Souvenirs von Elefanten. Unter anderem auch eine Papiergeschäft, was ihr Papier aus dem Geschäft von Elefanten macht. Poop-Paper nennen sie es:)
    Ein weiteres “Highlight” eines jeden Elefantenwaisenhausbesuchs ist die Fütterung der kleinen Kälber mit der Flasche. Dabei kann jeder zahlende Tourist eine Flasche mit verdünnter Milch in den Rachen eines kleinen Elefanten halten und sich dabei fotografieren lassen. Streicheln ist natürlich auch drin, denn es kann ja nichts passieren, da die kleinen Elefanten an beiden Beinen angekettet werden und somit während der Fütterung nicht mehr als einen Meter Bewegungsradius haben.

    Auf der Rückfahrt ins Hotel durften wir noch bei einem “Bekannten” von Anthony oder Joseph halt machen um eine Führung durch einen ayurvedischen Garten zu bekommen. Die Führung war recht interessant und auch auf Deutsch. Aber im Endeffekt wohl eher auf kleinere bis mittelgroße Reisegruppen von Rentnern ausgelegt, die von den dort vorgestellten Produkten natürlich auch gleich ein oder 2 Fläschchen mit nach Deutschland bringen würden. Wobei die (natürliche) Enthaarungscreme auf Daniels Bein schon sehr beeindruckend war.
    Den Tag ließen wir dann im Hotel mit Cocktails ausklingen. Wenn wir gewusst hätten, dass wir den kompletten nächsten Tag (minus 2 Stunden) in mehreren Bussen verbringen würden, dann hätten wir wohlmöglich noch ein oder zwei weitere Cocktails getrunken.

Der “Kandy-Shop”

Da wir die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Sri Lanka und die Entfernung zur Weltkulturerbestadt kannten, hatten wir uns für diesen Ausflug überlegt einen klimatisieren Linienbus zu benutzen. Als wir dann aber am Busterminal in Negombo ankamen, gab es leider nur “normale” Busse.

Das Ausmaß der Entscheidung so einen normalen Bus zu nehmen war uns zu diesem Punkt und auch in den ersten 3 Stunden noch nicht ganz bewusst. Wir hatten an diesem Tag Glück, dass es regnete und die Temperaturen dadurch nicht ganz so hoch waren. Auch die 2 Ventilatoren, welche an der Decke des Busses montiert waren sorgten für eine Abkühlung, aber auch eine Verteilung des Essengeruchs von vorn nach hinten. Es ist nämlich so, dass alle paar Haltestellen ein Verkäufer von, meist frittierten, Waren und Getränken durch den oft immer sehr vollen Bus quetschten und diese versuchte an die Reisenden zu bringen.
In Kandy angekommen haben wir uns von einem TukTuk, oder wie es auf Sri Lanka heißt Three-Wheeler, zum “Temple of the sacred tooth relict” fahren lassen. Da es ja schon gegen 15.30 Uhr war mussten wir uns sehr beeilen, da der letzt Bus schon kurz nach 18 Uhr fuhr. Leider konnten wir den Temple und auch ganz Kandy nicht sehr genießen und ehrlich gesagt war er auch nicht wirklich spannend, da der Tooth (Zahn) in einer Kammer aufbewahrt wurde und nur für ganz bestimmt Leute zugänglich ist.

Temple of the Tooth — by Daniel Lüddecke

Nachdem der Temple sehr schnell abgehakt war, sind wir dann noch etwas durch die Stadt gelaufen und haben dann gerade noch so einen klimatisierten Luxus-Bus bekommen. Der brauchte im “Feierabendverkehr” gute 4 Stunden, aber zum Glück stand niemand im Gang und es gab einen ganzen Platz für jeden. Leider ging es nur nach Colombo und nicht nach Negombo, was für uns verkehrstechnisch günstiger gelegen wäre. Also mussten wir um 10 Uhr abends auf dem weiträumigen “Bussbahnhof”, in Form von mehrerer Straßen, einen Bus nach Negombo finden und von dort ein TukTuk zum Hotel bekommen. Der zweite Bus war dann wieder ein normaler Linienbus, dennoch brauchten wir für die 20 km gut 2 Stunden und dann nochmals 30 Minuten mit dem Tuktuk um endlich todmüde vom herumsitzten und durchgeschaukelt werden im Hotel anzukommen.
Am nächsten Tag sind wir dann mit einem von Anthony organisierten Fahrer in unser nächstes Hotel nach Anuradharpura umgezogen. Dazu gibt es aber einen eigenen Blogpost.
Die Bilder gibts wie immer auf meinem Flickr-Stream. Ich werde die Bilder der kompletten Reise freischalten. Es kann also sein, dass dort schon Bilder gesehen werden können von Ereignissen über die ich noch nicht geschrieben habe. Es werden noch ein paar Videos dazukommen, aber ich werde es dann am Ende des Eintrags kenntlich machen.

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