Hotel Horrible and The Temples of Stone

with a safari component (+ English Audio)

13. February 2014

Am dritten Tag unserer Reise durch Sri Lanka haben wir uns von Joseph in einem von ‘Anthony’ organisierten Bus in unser zweites Hotel nach Anuradhapura fahren lassen. Die Fahrt dauerte gut 3 Stunden und nach den Ereignissen vom Vortag waren wir recht froh, keinen öffentlichen Bus oder einen Zug genommen zu haben. Da im Norden der Insel bis vor einigen Jahren noch Bürgerkrieg herrschte, waren die Straßen sehr neu und gut in Schuss.

Hotel Heritage

Unser Hotel namens Heritage lag etwas am Stadtrand von Anuradhapura und war über eine kleine und staubige Straße erreichbar.
Dort angekommen, ist uns sofort aufgefallen, dass einige Buchstaben vom Hotelnamen hinter der Rezeption fehlten.

Hotel Heritage

Das war unser erstes Indiz, dass hier irgendwas nicht stimmt. Auch dass unser Besuch offensichtlich für alle eine Überraschung zu sein schien, ließ nichts Gutes erwarten. Letztendlich konnten wir einchecken und wir bekamen wohl die schlechtesten Zimmer des sehr renovierungsbedürftigen Hotels, wobei mein Zimmer sogar noch ein bisschen besser war als das von Daniel und Maria. Beide Zimmer hatten staubige Böden und vergilbte Vorhänge, aber das von Daniel und Maria hatte zudem ein Bad, welches trotz sehr schlechtes Lichts nicht besser wurde, wobei die fehlenden Fliesen nur der offensichtliche Fehler waren. Nachdem wir uns beim spärlich anwesenden Personal etwas aufgeregt hatten, wurde die Zimmer nochmals ‘gereinigt’. Am zweiten Tag haben wir dann versucht mit dem anwesenden Manager die vorhandenen Probleme anzusprechen und irgendwie eine Preisreduktion zu erhalten, aber er versteckte sich hinter dem ‘Head-Office’ in der Hauptstadt und mehr als ein Abendessen ist leider nicht dabei herausgesprungen.
Die häufigen Stromausfälle und der Krach durch Hochzeit und Biervertretertagung sind hierbei zu vernachlässigen. Das einzig Gute am Hotel war die Pool-Area. Diese war sehr schlicht gehalten und mit Stühlen und Tischen im Kolonialstil sehr liebevoll ausgestattet.

Heritage Pool

Anuradhapura — World Heritage sight

Nachdem wir den Schock über das Hotel verarbeitet hatten, wollten wir uns natürlich den Urlaub nicht dadurch kaputt machen lassen. Also sind wir am Tag darauf losgegangen, um die Stadt anzuschauen. Man muss wissen, dass fast die gesamte Stadt als Weltkulturerbe eingestuft ist und es folglich sehr viel zu sehen gibt.
Wir haben uns entschieden, am See vor dem Hotel entlang in Richtung des Kartenhauses zu laufen. Dabei haben wir schon einige Ruinen berichtigt. Das ganze an einem Tag an dem es fast keine Wolke am Himmel gab. Glücklicherweise hatte ich meinen Schirm dabei und ihn als Sonnenschutz eingesetzt - Maria und Daniel hatten ja ihre Wanderhüte. Am Ticket-Office angekommen, haben wir unsere $30 bezahlt und eine Eintrittskarte bekommen, die wir leider nirgends vorzeigen mussten. Dann ging es von einer Daboga zur Nächsten; eine größer als die andere. Dabei ist uns nicht bewusst gewesen, dass man die riesigen Kuppeln von bis zu 90m Durchmesser nicht betreten, sondern nur außer herumlaufen darf, denn im Inneren befinden sich irgendwelche Reliquien. Beim Betreten der Dagoba-Grundfläche muss man natürlich seine Schuhe ausziehen. Das an sich ist kein Problem, aber angesichts der Tatsache, dass es draußen etwas über 30°C waren, hatten wir leider nicht genug Hornhaut eingepackt. Maria und Daniel sind dann dazu übergegangen ihre Socken anzulassen, damit es nicht ganz so heiß an den Füßen wird. Die Dagobas waren in sehr unterschiedlichen Größen und baulichen Verfassungen anzufinden. Einige waren ohne jegliche Verputzung einfach nur aus rotem Backstein und die schöneren waren mit weißem Kalkputz verputzt und hatten auch eine rote Bande.

Dagoba Spitze

An sich wird in den meisten Reiseführern empfohlen, sich für den gesamten Tag ein Tuktuk zu mieten und damit von Dagoba zu Dagoba zu fahren, aber wir haben das doch sehr weitläufige Areal erlaufen. Nach der Besichtigung von 5 Tempelruinen und Dagobas in der prallen Sonne, waren wir jedoch total kaputt und haben uns dann doch ein Tuktuk genommen und sind nach einem kurzen Abstecher in einen Supermarkt um Proviant für die kommende Safari zu sammeln, Richtung Hotel gefahren und haben den Tag am Pool und mit einer guten Runde Uno ausklingen lassen.

Dagoba Platform

Wilpaththu National Park Safari

Da sich Tiere und vor allem die, die in tropischen und subtropischen Regionen der Welt beheimatet sind, nicht gern zur Mittagszeit in die Sonne stellen, um von Touristen gesehen zu werden, muss man bei einer Safari früh aufstehen. Kurz vor 5 Uhr morgens ging es also los und wir wurden von einem Fahrer vom Hotel abgeholt und zum ca. 45 Minuten entfernten Parkeingang gebracht.

Dann durften wir unseren Ausflugsjeep besteigen und erstmal warten. Kurz vor 7 Uhr ging es dann endlich richtig los und wir fuhren in den Nationalpark. Der Tag lief nach dem Schema ab, dass wir von einem Wasserloch oder Lichtung zum nächsten fuhren und darauf hofften, einen Blick auf einen der Big Five zu bekommen. Auf dem GPS-Track ist gut zu erkennen, dass wir sehr oft zwischen den verschieden Lichtungen hin und her gefahren sind. Da wir nicht der einzige Jeep im Park waren, traf man sich hin und wieder mal und dann wurden die Sichtungen zwischen den Fahrern ausgetauscht.

Das traumhafte Trio

Am Anfang haben wir uns noch über Vögel und Echsen gefreut und diese emsig fotografiert. Doch als wir dann mitbekamen, dass eine andere Gruppe einen Leoparden gesehen hat, wollten auch wir “mehr” sehen. Auf der Fahrt von Wasserloch zu Wasserloch haben wir dann auch noch einige Krokodile, Wildschweine und viele verschiedene Vogelarten zu Gesicht bekommen. Zu guter Letzt hatten wir auch endlich das Glück, einen Leoparden zu sehen, auch wenn er gut versteckt war.
Gegen 16.30 Uhr hat sich unser Fahrer dazu entschieden, in Richtung Parkausgang zu fahren. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einige Adler aus nächster Nähe gesehen und auch abgelichtet. Kurz vor dem Ausgang und somit dem Ende der Tour, hat sich sogar noch eine Gruppe Elefanten neben uns an der Straße gezeigt und wir waren glücklich.

Trotz des Umstandes, dass wir eigentlich nur im Jeep gesessen hatten, waren wir sehr fertig und haben den restlichen Tag dann am/im Pool ausklingen lassen.
Die Bilder gibt es wie immer auf meinem Flickr-Stream. Ich werde die Bilder der kompletten Reise freischalten. Es kann also sein, dass dort schon Bilder gesehen werden können von Ereignissen über die ich noch nicht geschrieben habe.

ENGLISH AUDIO VERSION

In the extra content section on this page there is a 10 minutes audio version of roughly the same content in english.

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