Mijn manier via Holland

Amsterdam and Delft

11. May 2014

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Es ist schon eine Weile her, um genau zu sein 7 Monate, aber ich lass mich nicht davon abbringen Erlebnisse und Reisen aufzuarbeiten. In den kommenden Posts gehts es um meine Reisen durch die Niederlande (28.10.-01.11.2013), Paris (1.11.-5.11.) und einen kurzen Deutschlandbesuch (bis 9.11).
Anfangen möchte ich aber damit, warum ich eigentlich von Singapur nach Europa kam: Ich hatte vor gut einem Jahr ein wissenschaftliches Paper bei einer Konferenz eingereicht, die in Delft stattfinden sollte. Nach einigen Wochen des Wartens habe ich dann die Bestätigung bekommen, dass mein Paper angenommen wurde und daraufhin habe ich sofort mit den Vorbereitungen für einen kurzen Euro-Trip begonnen.

Amsterdam

Mein erstes Ziel war dennoch nicht direkt die Kleinstadt Delft, sondern Amsterdam. Ich war vorher schon einmal in Amsterdam(PW:2009), aber damals war es ein kurzfristiger Ausflug mit Freunden und diesmal sollte es eine Geschäftsreise sein. Mein Hotel, das Casa 400, lag sehr gut zwischen der Amsterdamer Innenstadt und meinem Ziel, der Universiteit van Amsterdam. Da es verkehrstechnisch sehr gut lag, hatte ich gedacht, dass es kein größeres Problem darstellen sollte, vom Flughafen dort hin zu kommen - Falsch Gedacht.

Vom Flughafen zum Hotel

Von Singapur aus bin ich mit British Airways nach London geflogen und dann von dort aus weiter nach Schiphol. Das Problem an diesem besonderen Tag war, dass Schlechtwetterfront Christian über Westeuropa hinein brach und ich mich glücklich schätzen konnte überhaupt von London aus in Richtung Amsterdam gestartet zu sein. Es gab schon einige Probleme beim Landeanflug auf Schiphol, sodass wir erst im 3. Versuch sicher auf der Landebahn ankamen. Das bot mir die Möglichkeit 3 kostenlose Rundflüge über den Norden der Niederlande und Teile der Nordsee zu bekommen.
Auf dem Flughafen angekommen herrschte erst einmal Chaos. Alle Züge vom Flughafen in die Stadt wurden auf unbestimmte Zeit gestrichen. Das wurde aber erst nach gut 1,5h kommuniziert, so lange wurde der Zug immer wieder um 10 Minuten verschoben. Als dann zu erkennen war, dass mit der Bahn nichts mehr geht, wurde zumindest recht unkompliziert ein Schalter für die Rückgabe von Tickets eingerichtet und man auf die Busse vertröstet. Ich glaube es muss nicht erwähnt werden, dass der recht kleine Bussteig nicht für diese Menschenmassen ausgelegt ist. Die Busse kamen in recht regelmäßigen Abständen (15 Minuten), aber bis ich dann in einen Bus einsteigen konnte, vergingen schon gut 45 Minuten. Mein großer Koffer half dabei nur bedingt. Zu allem Überfluss hatte es auch noch angefangen zu regnen, was die Stimmung auf dem Bussteig nicht unbedingt verbesserte. Endlich im Bus angekommen, suchte ich mir schon eine Umsteigemöglichkeit um dann eine Tram in Richtung zu erwischen, doch leider wurde ich wieder vom Wetter enttäuscht. Auf der halben Strecke zu meinem Zwischenziel stoppte der Bus plötzlich und durch mehrere Stufen von Übersetzungen wurde uns mitgeteilt, dass der Bus jetzt hier seine Endstation erreicht hat, da die Straße auf Grund von heruntergefallenen Ästen und Bäumen gesperrt sei.
Ganz nach dem Motto:

Also dachte ich mir, “laufe ich zur nächsten Tram-Station”. Es bleibt zu erwähnen, ich hatte einen großen Koffer und es regnete noch immer. Nachdem ich dann an 3 Stationen vergeblich gewartet hatte, entschied ich mich ein Taxi zu nehmen, um doch noch irgendwann in meinem Hotel anzukommen. Ich hatte schon kaum mehr damit gerechnet und musste mich erstmal von den Strapazen der Anreise erholen.

Am Abend ging es dann noch kurz in die Innenstadt um mich etwas zu stärken. Glücklicherweise fuhren die Trams von meinem Hotel aus direkt ins Zentrum. Dann musste ich aber feststellen, dass die Amsterdamer Innenstadt sich in den letzten 5 Jahren nicht wirklich verändert hat. Viele Gebäude und Straßenzüge erkannte ich auf anhieb, sodass ich zur Orientierung nicht viel auf die Karte gucken musste. Ein mehr oder weniger kompletter Stadtrundgang war in gut 2 Stunden mit Anne Frank Haus, Hauptbahnhof und Prinsengrach abgeschlossen.

Amsterdammer Fensterfront

Um dem Jet-Lag etwas entgegenzuwirken, habe ich versucht, so lange wie möglich in der Stadt zu bleiben und dabei hatte ich auch gleich die richtige Beschäftigung bei dem schlechten Wetter gefunden: eine Ausstellung mit dem Gesamtwerk des Künstlers Rembrandt. Der Rundgang mit recht guten Erklärungen zu den einzelnen Gemälden und dem Leben Rembrandts dauerte etwas über eine Stunde und war sehr gut gemacht.

Alle Bilder von Rembrandt

Delft

Nachdem ich meine Treffen am kommenden Morgen in der Universität absolviert hatte, bin ich kurz zurück ins Hotel um meine restlichen Sachen zu holen und dann in der Stadt den Zug nach Delft zu nehmen. Nach einer doch sehr kurzen Fahrt stand ich also auf dem Bahnhof in Delft und musste irgendwie zum Hotel kommen. Ich war mir eigentlich recht sicher, wo ich entlang muss, da das Hotel nicht weit vom Bahnhof entfernt ist. Blöd waren nur folgende Dinge:

  • Es war schon sehr dunkel
  • Es regnete
  • Rollkoffer und Kopfsteinpflaster vertragen sich nicht
  • Bauarbeiten und Umleitungen für Fußgänger, die die Ausschilderung außer Kraft setzten

Aus diesen Gründen ging mein Plan nicht ganz auf und ich brauchte für den eigentlich zehnminutigen Weg doch mal eben 45 Minuten.
Nach dem Einchecken in das Hotel Grand Canal Station Delft, welches ein etwas renovierungsbedürftiges, aber dennoch schönes Hotel direkt an einem der vielen Kanäle ist, hatte ich mich dazu entschlossen in der Innenstadt von Delft etwas essbares zu finden. Wie das aber nunmal so in Kleinstädten ist, schließen die meisten Cafés und kleinen Restaurants schon sehr zeitig und da es mittlerweile schon nach 21 Uhr war, blieb mir nur ein lokales Imbiss-Restaurant übrig. Dort habe ich dann aber einen sehr leckeren Burger gegessen.

Da die Eröffnungsveranstaltung der Konferenz nicht vor 15 Uhr war, konnte ich mir am 30. Oktober in aller Ruhe die Stadt angucken. Da am nachfolgenden Wochenende die Gedenkfeier für den verstorbenen Prinzen Friso stattfinden sollte, wurden an vielen Gebäuden um die Kirche schon Vorkehrungen getroffen. Die Stadt hat irgendwie charm, aber bietet nicht allzu viele Attraktion und die, die sie bietet, waren leider auf Grund der Jahreszeit geschlossen.

Rathaus von Delft

Die nächsten 3 Tage war ich mehr oder weniger mit der Konferenz beschäftigt und hatte natürlich auch eine Präsentation zu halten. Das lief alles sehr entspannt und die Atmosphäre war auch sehr freundlich. Am Abend des 2. Konferenztages gab es dann das obligatorische Dinner in einem sehr schönen und urigen Restaurant de Waag.
Da die Konferenz auf dem Gelände der TU Delft stattfand, wurde zum Mittagessen in die Mensa gegangen und diese sieht von außen aus wie ein Raumschiff aus Science-Fiction-Filmen. In dem Gebäude beherbergt außer der Mensa auch noch die Bibliothek und ein Hörsaal.

Raumschiff-Mensa

Bei meinen Streifzügen durch die Stadt habe ich am letzten Abend auch noch eine Käserei entdeckt. Diese hatte aber leider nach Konferenzschluss schon geschlossen und so konnte ich nur diese Foto von der anderen Kanalseite machen.

Käseräder

Und wo wir schon beim Essen sind, habe ich am letzten Tag wiederum einen Burger zu mir genommen. Da Halloween gerade vor der Tür stand gab es hier ein Menü mit einem speziellen Halloween-Burger und einem Schokoladenkuchen mit Eis. Der Burger hatte ein scharfe Sauce und sah ein bisschen erschreckend aus, aber sonst war er sehr köstlich.

Halloween-Burger

Nachdem der letzten Konferenztag vorüber war, bin ich zum Bahnhof (dieses Mal wirklich in 10 Minuten) geflitzt um nach Rotterdam und von dort weiter nach Paris zu fahren.
Mit Berichten aus Paris geht es im nächsten Blogpost weiter.
Bilder gibts wie immer auf Flickr.

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